01Leer, grob sauber und ohne zurückgelassene Gegenstände
Besenrein bedeutet in der Praxis, dass die Räume vollständig geräumt, von losen Resten befreit und grob gekehrt oder gesaugt sind. Es geht nicht um eine tiefgehende Grundreinigung, Politur, Fensterreinigung oder hygienische Spezialreinigung.
Wichtig ist der Gesamteindruck bei der Übergabe. Der Boden sollte begehbar und frei von Müll sein, Kästen und Räume sollten leer sein, Verpackungsreste sollten entfernt sein und es sollten keine Gegenstände zurückbleiben, die der nächste Nutzer erst beseitigen muss.
02Keine professionelle Endreinigung und keine Sanierung
Besenrein ist nicht dasselbe wie eine professionelle Grundreinigung. Hartnäckige Altverschmutzungen, Kalk, Fettspuren, Nikotinbeläge, beschädigte Böden oder Malerarbeiten sind normalerweise keine klassische Räumungsleistung.
Auch Reparaturen gehören nicht automatisch dazu. Bohrlöcher, defekte Steckdosen, abgenutzte Bodenflächen oder vergilbte Wände sind eigene Themen, die gesondert mit Vermieter, Käufer oder Hausverwaltung geklärt werden sollten.
03Die Räumung muss vollständig abgeschlossen sein
Bei einer Wohnungsräumung ist besenrein erst möglich, wenn alle vereinbarten Gegenstände entfernt sind. Dazu zählen Möbel, Kartons, Hausrat, Teppiche, Vorhänge, Küchenreste, Regalteile und kleine Gegenstände in Laden, Nischen oder Abstellbereichen.
Viele Probleme entstehen, weil zwar die großen Möbel entfernt wurden, aber Kleinteile, Schrauben, Papier, Putzmittel, Lebensmittel oder Kellerreste zurückbleiben. Für den Auftraggeber wirkt die Wohnung dann nicht fertig, obwohl viel Arbeit geleistet wurde.
04Nicht nur Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer zählen
Zur Übergabe gehören alle Räume und Flächen, die Teil der Wohnung oder des Auftrags sind. Neben den Hauptzimmern betrifft das Küche, Bad, WC, Vorzimmer, Abstellraum, Balkon, Loggia, Kellerabteil, Dachboden, Garage oder separate Lagerflächen.
Gerade in Wien werden Kellerabteile häufig vergessen. Wenn der Mietvertrag oder die Übergabeunterlagen ein Kellerabteil enthalten, sollte auch dieser Bereich leer und grob sauber sein. Ein voller Keller kann die Wohnungsübergabe verzögern.
Wohnräume vollständig leeren
Küche, Bad und Vorzimmer auf Restbestände prüfen
Kellerabteil und Dachboden kontrollieren
Transportwege nach Abschluss grob sauber hinterlassen
05Vorher klären, was bleiben darf und was entfernt werden muss
Ein häufiger Streitpunkt ist die Küche. Manche Einbauküchen bleiben in der Wohnung, andere müssen entfernt werden. Dasselbe gilt für Regale, Vorzimmerkästen, Lampen, Karniesen oder Badezimmermöbel.
Vor der Räumung sollte klar sein, welche Einbauten Teil der Übergabe sind. Wenn eine Küche entfernt wird, bleiben oft Schrauben, Dübel, Silikonreste oder Staub zurück. Besenrein heißt hier: lose Reste entfernen und den Bereich ordentlich hinterlassen, nicht automatisch renovieren.
06Der Keller entscheidet oft über den letzten Eindruck
Kellerabteile sind klein, aber häufig voll. Alte Regale, Kartons, Farbeimer, Geräte, Werkzeug und Teppiche können den Aufwand einer Wohnungsräumung deutlich erhöhen. Wer den Keller zu spät prüft, riskiert Stress am Übergabetag.
Besenrein im Keller bedeutet: Das Abteil ist leer, lose Reste sind entfernt und der Boden ist grob gekehrt. Feuchtigkeit, alte Flecken oder bauliche Spuren sind ein anderes Thema, sollten aber dokumentiert werden.
07Erwartungen früh schriftlich oder mündlich abgleichen
Je nach Situation können Erwartungen unterschiedlich sein. Ein Vermieter achtet auf leere Räume und Schlüssel, ein Käufer auf Besichtigungszustand, eine Hausverwaltung auf Nebenflächen und Allgemeinbereiche. Deshalb ist eine kurze Abstimmung vor dem Termin sinnvoll.
Wenn im Übergabeprotokoll besondere Punkte stehen, sollten diese vorab geklärt werden. Dadurch entsteht weniger Spielraum für Diskussionen, und die Räumung kann gezielt auf den erwarteten Zustand hinarbeiten.
08Der letzte Rundgang verhindert Nacharbeiten
Vor der Übergabe sollte ein systematischer Rundgang stattfinden. Öffnen Sie alle Kästen, prüfen Sie Laden, Nischen, Fensterbänke, Heizkörperbereiche, Abstellräume, Keller und Balkon. Auch hinter Türen oder unter Waschbecken bleiben oft Kleinteile liegen.
Hilfreich sind Fotos vom Endzustand. Sie dokumentieren, dass die Wohnung leer und besenrein übergeben wurde. Besonders bei Abwesenheit des Auftraggebers oder bei Verlassenschaften schafft das Sicherheit.
09Erst nach Abtransport, Demontage und Restkontrolle
Besenrein ist der letzte Schritt, nicht der erste. Während Möbel getragen und Kartons bewegt werden, entstehen naturgemäß Staub, kleine Reste und Laufspuren. Deshalb erfolgt die Grobreinigung erst nach Abschluss der Räumung.
Bei professionellen Räumungen wird zuerst der vereinbarte Umfang erledigt, dann werden Räume und Transportwege kontrolliert und schließlich grob gereinigt. Dieser Ablauf verhindert doppelte Arbeit.
10Damit alle dasselbe Ergebnis erwarten
Wenn Sie eine Entrümpelungsfirma beauftragen, sollte klar im Angebot stehen, welche Räume geräumt werden und ob die besenreine Übergabe enthalten ist. Wichtig sind auch Nebenflächen wie Keller, Dachboden oder Garage.
Je genauer der Leistungsumfang beschrieben ist, desto weniger Missverständnisse entstehen. Ein guter Auftrag sagt nicht nur: Wohnung räumen, sondern benennt Räume, Nebenflächen, Demontagen, Transport und Abschlusszustand.